Rückenschmerzen beim Aufwachen: Matratze richtig abstimmen
Rückenschmerzen nach dem Aufwachen haben selten eine einzige Ursache. Oft entstehen sie aus dem Zusammenspiel von Matratze, Lattenrost und der eigenen Schlafposition. Wer morgens mit einem steifen Kreuz aufsteht, sucht häufig zuerst nach der falschen Matratze. Dabei liegt das Problem ebenso häufig im Lattenrost, das die Matratze trägt und ihre Wirkung überhaupt erst ermöglicht.
Ein Lattenrost mit durchhängenden Leisten kann die beste Matratze ruinieren. Die Federung verliert an Spannung, die Wirbelsäule sinkt in eine unnatürliche Position, und der untere Rücken bekommt keine Unterstützung. Umgekehrt kann ein zu straffes Lattenrost eine weiche Matratze so stark stauchen, dass der Körper aufliegt statt sich anzupassen. Bevor man also Geld in ein neues Modell investiert, lohnt es sich, die vorhandene Kombination zu prüfen. Wer unsicher ist, welche Härte und welches Material zum eigenen Körperbau passen, sollte sich zunächst gründlich informieren, etwa darüber, wie man die Matratze richtig wählen kann, bevor Lattenrost und Unterfederung angepasst werden.
Die Abstimmung zwischen beiden Elementen folgt einer einfachen Logik: Der Lattenrost gibt den Rahmen vor, die Matratze füllt ihn aus. Bei einem verstellbaren Lattenrost mit Härtegradregulierung im Schulter- und Beckenbereich lässt sich der Druck gezielt verteilen. Eine Matratze mit zu hohem Härtegrad auf einem weichen Lattenrost erzeugt Druckpunkte an Schultern und Hüfte. Eine zu weiche Matratze auf einem starren Lattenrost lässt das Becken einsinken. Wer auf der Seite schläft, braucht mehr Nachgiebigkeit im Schulterbereich, Rückenschläfer profitieren von gleichmäßiger Stützung der Lendenwirbelsäule.
Ein praktischer Test ohne großen Aufwand: Man legt sich in der eigenen Schlafposition aufs Bett und lässt eine Hand zwischen Matratze und Lendenwirbelsäule gleiten. Spürt man dort einen deutlichen Hohlraum, stützt die Kombination zu wenig. Verschwindet die Hand kaum, ist der Druck zu hoch. Zusätzlich sollte man prüfen, ob die Lattenleisten noch elastisch sind und ob die Matratze nach Jahren an Form verloren hat. Kleine Anpassungen wie ein festerer Lattenrost oder eine dünne Auflage können bereits viel bewirken, bevor ein kompletter Neukauf nötig wird.